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Diabetes

Diabetes Mellitus

Diabetes mellitus wird zur Volkskrankheit Nr.1 –
die Füße brauchen besondere Aufmerksamkeit.

Diabetes – die Volkskrankheit Nr.1
Diabetes ist ein schleichender Prozess, der oft nicht wahrgenommen wird. Gesunde, ausgewogene Ernährung und Bewegung haben einen positiven Einfluss auf die Blutwelt. Wenn Diabetes in Ihrer Familie vorkommt oder wenn Sie übergewichtig sind, sollten Sie Ihren Blutzuckerwert regelmäßig überprüfen lassen. Bei Diabetes kann es zu Nervenschädigungen und daher zu Sensibilitätsverlust kommen, das bedeutet, dass Diabetiker Schmerzen im Fuß oft nicht wahrnehmen können. Die Haut von Diabetikern ist sehr empfindlich und braucht viel Pflege.

Deshalb empfehlen wir:
Zum Erhalt der Mobilität müssen die Füße der Diabetiker besondere Aufmerksamkeit bekommen. Meist ist ein Bequemschuh mit einer weichen Sohle gut geeignet um Schädigungen zu vermeiden. Wenn der Fuß an Sensibilität verloren hat und Druckstellen oder Fremdkörper im Schuh nicht wahrgenommen werden, können „offene Stellen“ entstehen. Um das zu vermeiden, sollten spezielle „Diabetiker-Schutzschuhe“ mit einer angepassten Fußbettung getragen werden. Zu Ihrer Sicherheit führen wir bei Diabetiker-Fußbettungen eine Insohl-Druckmessung durch. Wir bieten Ihnen eine große Auswahl an modischen Bequemschuhen und speziellen Diabetikerschuhen an. In unserer Werkstatt können wir die Schuhe auch individuell anpassen. Spezielle Fußpflegeprodukte rahmen unser Angebot ab. Permanente Fortbildung ist ein Muß für unser gesamtes Team. Unser Verkaufspersonal ist speziell geschult und berät Sie gerne.

Kommen Sie mit Ihren Fragen zu uns!


Diabetestypen

Grundsätzlich werden Diabetiker in zwei Typen unterschieden:

Typ I – auch „jugendlicher Diabetes”
Dieser Typ tritt meist im jugendlichen Alter vor dem 30. Lebensjahr auf. Die betroffenen Personen sind meist normal- oder untergewichtig. Durch zerstörte Bauchspeicheldrüsenzellen wird zu wenig oder gar kein Insulin produziert. Die Behandlung erfolgt durch Insulingabe (Spritzen).

Typ II – auch „Altersdiabetes”
Dieser Typ tritt meist ab dem 40. Lebensjahr auf. Die betroffenen Personen neigen zu Übergewichtigkeit. Die Muskel- und Fettzellen nehmen die Wirkung des noch vorhandenen Insulins nicht an und somit auch keinen Blutzucker auf. Eine Reduktionskost und darauf abgestimmt eine Diabetesernährung hilft, einen guten Blutzuckerwert zu erzielen: Erst wenn diese Maßnahmen nicht greifen werden Tabletten oder später Insulin eingesetzt.


Der Blutzuckerspiegel

Erste Anzeichen erkennen

Sowohl ein zu hoher als auch ein zu niedriger Blutzuckerspiegel sind krankhaft. Die Anzeichen hierfür sind folgende:

Erhöhter Blutzucker:


Vermehrtes Wasserlassen
Durst
Müdigkeit
Abgeschlagenheit
Kraftlosigkeit
Sehstörungen
Juckreize
Infektionsanfälligkeit

Verminderter Blutzucker:


Unruhe, Angst, Gereiztheit
Konzentrationsschwäche
Kribbeln unter der Haut
Azetongeruch der Atemluft
Heißhunger
Schweißausbrüche

Bei Fortschreiten der Diabetes-Erkrankung kann es zu weiteren Schädigungen des ganzen Organismus kommen:

Schädigung der großen Blutgefäße (Makroangiopathie)
Schädigung der kleineren Arterien (Mikroangiopathie)
Nervenschädigung (Neuropathie)


Der diabetische Fuß

Die Folgen der Zuckerkrankheit

Durch die Nervenschädigung, die sich meist an den unteren Extremitäten zuerst bemerkbar macht (periphere sensomotorische Polyneuropathie; PNP), kommt es zu einem stark herabgesetzten Schmerzempfinden. In Folge dessen werden z. B. kleine Steinchen im Schuh oder Druckstellen nicht wahrgenommen und es kommt zu Verletzungen. Durch die schlechte Durchblutung (Mikroangiopathie) wird auch der Heilungsprozess verzögert und es kommt schnell zu einer Infektion, einer offenen Stelle (Ulcus). Dies gilt es zu vermeiden oder so gut wie möglich vorzubeugen!

Wichtig ist deshalb, auf perfekt passende Schuhe zu achten!
Erhöhter Druck auf der Fußsohle birgt das Risiko einer offenen Stelle in sich, da diese ja nicht richtig durchblutet wird. Durch eine spezielle Einlage kann dieses Risiko deutlich minimiert werden.

Neben diesen Maßnahmen sollte die richtige Ernährung und ein entsprechender Lebensstil nicht vernachlässigt werden.

Möglichkeiten der orthopädischen Versorgung am Fuß:

  • weiche Einlagen
  • diabetesadaptierte Fußbettungen
  • Prophylaxeschuhe (Konfektion) / Diabetes-Schutzschuhe
  • Orthopädischer Maßschuh zur Diabetesversorgung
  • Verbandschuhe / Vorfußentlastungsschuhe bei Ulcus

Verhaltensregeln für Diabetiker – an Fuß und Schuh

Schutz - Aufmerksamkeit - Fußpflege

Es ist außerordentlich wichtig dass Diabetiker ein besonderes Augenmerk auf ihre Füße legen. Die Beachtung von einfachen Verhaltensregeln vermeidet spätere Unannehmlichkeiten.

Schutz vor Verletzungen

1. Durch ein herabgesetztes Empfinden Ihrer Füße ist die Verletzungsgefahr erhöht. Daher sollten Sie besonders darauf achten immer Schuhe zu tragen (auch im Haus und in der Nacht beim Gang zur Toilette).

2. Kein Barfußlaufen im Schwimmbad, in Hotelzimmern und am Strand!

3. Kontrollieren Sie Ihre Schuhe vor dem Anziehen auf Fremdkörper (Steinchen, Splitter im Schuh).

4. Achten Sie beim Schuhkauf unbedingt auf genügend Zehenfreiraum (vor den Zehen sollte mindestens 1,5 cm Freiraum sein), keine harten Kappen und scharfe Kanten / Nähte, und einen satten, bequemen Sitz im Rückfuß.

5. Empfehlung: kaufen Sie Schuhe nur in einem Fachgeschäft mit Beratung für Diabetiker!

6. Laufen Sie neue Schuhe nur wenige Stunden am Tag ein; wechseln Sie grundsätzlich öfters am Tag die Schuhe und kontrollieren Sie Ihre Füße auf Druckstellen und Blasen.

7. Verwenden Sie bequeme Socken ohne Nähte und stark einschneidende Bündchen (Durchblutung wird behindert).

8. Inspizieren Sie Ihre Schuhe regelmäßig auf Unebenheiten und Verletzungsmöglichkeiten.

9. Sollten Sie sich dennoch eine Blase oder Verletzung zugezogen haben, so stechen Sie die Blasen niemals selber auf, schneiden Sie keine Hornhaut weg und gehen Sie auch bei kleinsten Verletzungen sofort zu Ihrem Arzt.

Besondere Aufmerksamkeit

1. Schenken Sie Ihren Füßen besondere Aufmerksamkeit und kontrollieren Sie Ihre Füße täglich auf Druckstellen, Rötungen, Hornhaut, Blasen und andere Hautveränderungen.

2. Verwenden Sie einen geeigneten Spiegel um auch Ihre Fußsohle zu inspizieren (Spiegel auch bei uns erhältlich).

3. Wenn Ihr Sehvermögen eingeschränkt ist, bitten Sie einen Verwandten oder Bekannten, die Füße und Schuhe zu kontrollieren.

4. Ihr Temperaturempfinden kann eingeschränkt sein, verwenden Sie daher keine heiße Wärmflaschen und Heizdecken wenn Sie kalte Füße haben. Tragen Sie nachts besser wollene Socken oder Bettschuhe, um die Körperwärme zu speichern.

Die richtige Fußpflege!

1. Teilen Sie Ihrem Fußpfleger mit, dass Sie Diabetiker sind!

2. Tägliches Waschen der Füße mit Wasser (max. 36 ° C / nicht länger als 3-5 Minuten) ist sinnvoll.

3. Beim Abtrocknen nicht reiben, sondern nur abtupfen, um die Haut nicht unnötig zu reizen oder zu verletzen. Achten Sie besonders auf die Zehenzwischenräume, da sich hier gerne Bakterien und Pilze einnisten.

4. Keine Heißluft wie Fön zum Trocknen verwenden! (Herabgesetztes Temperaturempfinden, Gefahr des Austrocknens und Rissbildung)

5. Die trockene Haut sollte täglich mit Pflegecreme für Diabetiker (im Fachhandel und bei uns erhältlich) eingecremt werden, da sonst die Gefahr der Rissbildung besteht.

6. Zehennägel nur gerade feilen, nicht schneiden. (Verletzungsgefahr!)

7. Zum Entfernen von Hornhaut nur Feilen oder Bimsstein verwenden! Keine scharfen Gegenstände wie Hobel / Scheren benutzen. Hühneraugen sollten Sie nur fachmännisch entfernen lassen; keine aggressiven Substanzen verwenden!

E-Mail: service@schuh-oesterle.de

Telefon: +49 (0) 7 11 - 61 68 51

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